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Der Jahresbericht des GRg 12, Singrienergasse bringt Jährlich alles
- Dauerbrenner und neueste Neuigkeiten, Altbekanntes und aktuelle Trends, tiefschürfende Gedankengänge und hochfliegende Ideen, harte Zahlen und Fakten über unsere Schule und phantasievolle Illustrationen, Produkte solider pädagogischer Tradition und Hinweise auf Versuche, neue Wege zu gehen, all das und noch viel mehr finden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, in unserem Jahresbericht 1993/94.
Aus meiner Sicht als Schulleiter war das gerade zu Ende gehende Schuljahr geprägt von dem konstruktiven Miteinander aller Schulpartner, aber auch von der sehr gut funktionierenden
Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht.
Von der Vielzahl interessanter Erfahrungen seien einige wenige hier herausgegriffen:
Ich möchte Sie über den aktuellen Stand in jenen Bereichen informieren, die schon im Vorjahr an dieser Stelle aufgegriffen worden sind, nämlich die Nachmittagsbetreuung und die verschiedenen
Formen von Schulautonomie, andererseits möchte ich Ihr Augenmerk auf Aktivitäten richten, die heuer das Leben an unserer Schule bereichert haben.
Zur Nachmittagsbetreuung:
Nachdem endlich auf politischer Ebene eine Einigung über die Details erzielt worden ist, wird die Nachmittagsbetreuung am GRg 12, Singrienergasse im Herbst folgendermaßen organisiert
werden:
In den zweiten bis vierten Klassen wird alles beim Alten bleiben, das heißt das Tagesschulheim in Form von Mittagessen und Betreuung der Kinder am Nachmittag zum günstigen Beitrag von
S 37,-- für das tägliche Essen und S 50,-- im Monat für die Betreuung bleiben auslaufend unverändert.
In den ersten Klassen wird die Nachmittagsbetreuung qualitativ kräftig aufgewertet. Eine fast tägliche Stunde (viermal wöchentlich) fachbezogener Lernzeit und eine tägliche Stunde freier
Lernzeit sollen es ermöglichen, daß schwierige Bereiche des vormittäglichen Unterrichts wiederholt werden können und außerdem die aufgetragenen häuslichen Arbeiten in der Schule erledigt werden können. Eine
Verringerung der Erfordernis von Nachhilfestunden sollte die Folge sein. Da Qualität aber auch ihren Preis hat, wird österreichweit und einheitlich (auch in den Pflichtschulen) der Satz für den Betreuungsteil
deutlich angehoben (der bisher im Tagesschulheim zu entrichtende Beitrag ist seit 1954!! unverändert). Die monatliche Obergrenze beträgt S 1.000,-- bei Konsumation aller fünf Nachmittage und keiner sozialen
Ermäßigung. Bei Inanspruchnahme von zwei bzw. drei bzw. vier Nachmittagen je Woche ist der aliquote Anteil von S 400,-- bzw. S 600,-- bzw. S 800,-- zu entrichten (für nur einen Tag - z.B. Überbrücker - sind
ebenfalls S 400,-- zu bezahlen). Eine soziale Staffelung abhängig vom Familieneinkommen reicht im günstigsten Fall bis zur völligen Befreiung.
Zur pädagogischen Autonomie:
Im Bereich schulautonomer Entscheidungen
hat das GRg 12 Erfahrungen mit der selbst erfundenen, im Schuljahr 1993/94 in der 2A erstmals durchgeführten Unverbindlichen Übung Aktuelle Fachgebiete gesammelt - das Echo bei Kindern, Eltern und Lehrkräften ist durchwegs positiv, und im nächsten Schuljahr soll es wieder eine solche Übung (in adaptierter Form) in einer der neuen zweiten Klassen geben - falls wir die dafür nötige Lehrerwochenstunde aus unserem schmal bemessenen Schulkontingent abzweigen können ...
Die bisher als Schulversuche geführten Unverbindlichen Übungen Deutsch für Schüler/innen mit nichtdeutscher Muttersprache, Legasthenikerbetreuung und Lese- und Schreibwerkstatt wurden im
Rahmen der pädagogischen Autonomie abgewickelt.
Zur finanziellen Autonomie:
Die finanzielle Autonomie
wird am GRg 12 bereits im dritten Jahr geführt. Kernpunkt der finanziellen Autonomie ist es, das gesamte Budget der Schule selbst zu verwalten und zu bewirtschaften. Bei Beachtung der gesetzlichen Verpflichtungen (z.B. Mietverträge, Wartungsverträge,...) und der betrieblichen Notwendigkeiten (z.B. Heizung, Strom, Telefon,...) bleiben große Bereiche, in denen die Schule selbständig entscheiden kann. Entscheidend für das Funktionieren der finanziellen Autonomie ist die aktive Mitarbeit der Schulsekretärin. Frau Oberkontrollorin Hermine Oboril sei an dieser Stelle herzlichst gedankt.
Die etwa 446936 Schilling Jahresbudget für Investitionen wurden im Kalenderjahr 1993 für folgende Ausgaben verbraucht (gegliedert nach Gegenständen):
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